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Die untypischen Katzen

Gepard

(Acinonyx jubatus)

Geparde sind die schnellsten Landtiere der Erde: In drei Sekunden können sie eine Geschwindigkeit von circa 95 Kilometer pro Stunde erreichen. Als einzige Katzenart können Geparde ihre Krallen nicht einziehen.

Der Gepard Acinonyx jubatus gehört zur Ordnung der Carnivora (Raubtiere) und zur Familie der Felidae (echte Katzen). Es gibt zwei Unterarten: den Afrikanischen Gepard Acinonyx jubatus hecki und den Asiatischen Gepard Acinonyx jubatus venaticus.

Merkmale

Geparde sind die schnellsten Landtiere der Erde: In drei Sekunden können sie eine Geschwindigkeit von circa 95 Kilometer pro Stunde erreichen, die sie allerdings nur bis etwa fünfhundert Meter durchhalten. Ihr eleganter Körperbau ist auf das hohe Tempo sehr gut ausgerichtet. Im Gegensatz zu den anderen Vertretern der Katzenfamilie sind Geparde extrem hochbeinig und schlank und besitzen einen tief liegenden Brustkorb. Der zierliche Kopf erscheint für den restlichen Körper schon fast zu klein. Als einzige Katzenart können Geparde ihre Krallen nicht einziehen. Das gelbgraue Fell ist übersät mit schwarzen Flecken, die keine Rosetten (wie etwa beim Leoparden) bilden. Der englische Name „cheetah“ kommt aus dem Sanskrit „chitraka“, was „der Gefleckte“ bedeutet. Die Augen der Geparde liegen weit oben im Gesicht. Von jedem inneren Augenwinkel verläuft eine schmale, schwarze Fellzeichnung bis hin zur Schnauze, die an zwei Tränen erinnert. Geparde werden etwa 112 bis 135 Zentimeter lang und erreichen ein Gewicht von 50 bis 64 Kilogramm. Die Schwanzlänge beträgt zwischen 66 und 84 Zentimeter. In freier Wildbahn haben Geparde eine Lebenserwartung von bis zu zwölf Jahren; in Gefangenschaft werden sie bis zu 17 Jahre alt.

Lebensraum

Auf dem afrikanischen Kontinent bewohnen Geparde trockene Grassteppen, Trockenwald sowie gebirgige Regionen der Sahara. Im Nordiran kommen die Großkatzen in Tiefebenen der Wüste vor.

Geografische Verbreitung

Vor einem Jahrhundert waren Geparde noch über weite Teile des asiatischen Kontinents verbreitet: Von der arabischen Halbinsel über die nördlichen Küstengebiete des Kaspischen Meeres und Aralsees, von Afghanistan über Pakistan bis hin nach Indien. Heute lebt der asiatische Gepard nur noch im Norden Irans. Auf dem afrikanischen Kontinent hat der schnelle Sprinter etwa 75 Prozent seines Lebensraumes eingebüßt. Verbreitet ist er heute noch vor allem im südlichen Afrika und vereinzelten Gebietenim Osten. Im Norden und Westen sind die Gepardenbestände drastisch zurückgegangen; in der Sahara kommen sie teilweise noch in geringer Populationsdichte vor.

Sozialverhalten und Fortpflanzung

Männchen bilden oft einen lebenslangen Bund, während Weibchen eher als Einzelgänger leben und nur in der Gruppe sind, wenn sie selbst Junge bekommen haben. Männliche und weibliche Tiere kommen nur zur Paarung zusammen. Männchen werden ab drei Jahren geschlechtsreif und Weibchen mit zwei Jahren. Alle 18 Monate können sie Junge bekommen; wenn die Jungtiere sterben, noch früher. Bevor das Gepardenweibchen Junge wirft, sucht es eine Höhle oder ein Nest im hohen Gras. Etwa ein bis sechs 200 bis 350 Gramm leichte Jungen kommen auf die Welt. Die Gepardin lässt die Kleinen nur alleine, wenn sie jagen geht. Mit acht Wochen fangen die Jungen an, ihre Mutter auf Streifzügen zu begleiten und feste Nahrung zu sich nehmen. Gepardenjunge üben das Jagen an lebender Beute, die ihre Mutter anschleppt. Dabei verhalten sie sich oft noch ziemlich unbeholfen. Mit drei bis vier Monaten sind die Jungtiere entwöhnt. Bis sie 14 oder 18 Monate alt sind, bleiben sie noch bei der Mutter. Die Junggeparde bleiben dann noch etwa ein halbes Jahr zusammen; danach verlassen weibliche Tiere den Bund. Die Jungensterblichkeit ist außerordentlich hoch, sie liegt bei bis zu 95 Prozent. Oftmals töten Löwen den Gepardennachwuchs. So erreichen nur wenige Geparde das Erwachsenenalter.

Bestandsgröße und Gefährdungsstatus

Heute schätzt man die die Größe der letzten Population des Asiatischen Gepards im Nordiran auf höchstens 100 Tiere (Stand 2007). Der Bestand gilt weitgehend stabil, ist aber aufgrund seiner geringen Größe sehr anfällig für Krankheit und Naturkatastrophen. Im Nordwesten Afrikas kommen weniger als 250 fortpflanzungsfähige Individuen vor. Nach der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) sind sowohl der nordwestafrikanische als auch der Asiatische Gepard „vom Aussterben bedroht“. Das südliche Afrika ist die Hochburg der verbliebenen Geparde, die dort trotz ihrer relativ höheren Bestandszahl und mehr zusammenhängenden Lebensräumen von der IUCN als „gefährdet“ eingestuft werden. Hier leben geschätzt mindestens 4.500 adulte Tiere. Insgesamt schätzt man die Zahl der fortpflanzungsfähigen Geparde in allen Lebensräumen auf 7.000 bis 10.000 Tiere. Geparde sind, wie alle Wildkatzenarten, im Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) im Anhang I eingestuft. Somit ist der internationale kommerzielle Handel mit ihnen verboten.

Bedrohungen

Die größten Bedrohungen für Geparde sind Lebensraumverlust und- zerstückelung, Beuteschwund, Jagd und Wilderei. Geparde benötigen weitläufige Lebensräume und entsprechend auch extensives Flächenmanagement. Die meisten Schutzgebiete sind jedoch nicht groß genug, um ein langfristiges Überleben von Gepardenbeständen zu gewährleisten. Vor allem im südlichen Afrika lebt zudem der Großteil der Geparde außerhalb von Schutzgebieten. Daher kommt es häufig zu Mensch-TierKonflikten. Die Großkatzen werden als Schädlinge angesehen und von Viehhaltern, die ihre Lebensgrundlage gefährdet sehen, getötet. Diese Sicht ist weit verbreitet, obwohl eine Untersuchung ergeben hat, dass Geparde für lediglich drei Prozent aller Nutztierrisse verantwortlich sind. In Namibia setzt man alternativ auch Hütehunde ein, die Nutztierherden bewachen und Geparden von menschlichen Siedlungen fernhalten sollen.

Weitere Informationen sind beim WWF zu finden