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Das Wappentier des WWF

Großer Panda

(Ailuropoda melanoleuca)

Der Große Panda, früher auch Bambusbär genannt, gehört zu den am meisten bedrohten Tierarten der Welt, wurde zum Wappentier des WWF erklärt und anschließend mit zum Symbol für den internationalen Artenschutz.

Die Frage, ob der Große Panda zur Familie der Klein - oder der Großbären gehört oder aber in eine eigene Familie einzuordnen ist, hat Wissenschaftler lange Zeit beschäftigt. Mittlerweile ist man aber sicher, dass er zur Familie der Ursidae (Großbären) zu zählen ist. Pandabären sind Säugetiere und gehören der Ordnung der Carnivora (Raubtiere) an – und das, obwohl sie sich fast ausschließlich pflanzlich ernähren.

Merkmale

Typisch am Großen Panda ist seine schwarz-weiße Fellzeichnung. Ohren, Augenflecken, Schnauze, Hinterbeine, Vorderbeine und Schultern sind schwarz, der Rest weiß. Ein ausgewachsenes Tier wird zwischen 80 und 125 Kilogramm schwer und zwischen 120 und 180 Zentimeter groß. In der Wildnis werden Große Pandas bis zu 20 Jahre, in Gefangenschaft sogar mehr als 30 Jahre alt.

Lebensraum

Große Pandas bevorzugen lichte Laub- und Nadelwälder mit Bambus als Unterwuchs, meist in einer Höhe von 1.500 bis 3.000 Metern. Ihr verbliebener Lebensraum ist zwar meist steil und zerklüftet – nur hier wurde noch nicht gesiedelt und Landwirtschaft betrieben – aber Pandas ziehen darin sanftere, möglichst feuchte Hanglagen vor.

Geografische Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet des Großen Pandas erstreckte sich früher von Peking im Norden bis Ost-China und nach Süden bis ins heutige Myanmar und Vietnam. Heute finden wir die letzten Tiere in einem halben Dutzend voneinander isolierten Bergregionen im Südwesten Chinas in den Provinzen Sichuan, Shaanxi und Guanzu. Durch den Menschen verdrängt findet der Große Panda nur noch in abgelegenen Höhen seinen Lebensraum.

Sozialverhalten und Fortpflanzung

Ausgewachsene Pandabären gelten als Einzelgänger, kommunizieren aber intensiv mittels Duftmarken an exponierten Plätzen wie Baumstümpfen oder Baumstämmen. Ihre so markierten Reviere sind im Durchschnitt zwischen 5 und 15 Quadratkilometer groß. Dabei halten die Weibchen sich etwa die Hälfte der Zeit in einer kleineren, nur etwa 30 Hektar großen Kernzone ihres Reviers auf. Diese Kernzonen überlappen sich nicht zwischen Weibchen; das Revier eines Pandamännchens schließt aber meist die Kernzonen mehrerer Weibchen mit ein.

Zwischen dem fünften und siebten Lebensjahr wird eine Pandabärin geschlechtsreif. Wie bei anderen Bärenarten auch bekommt ein Weibchen dann alle zwei bis drei Jahre ein Jungtier. Wie man heute weiß, war die weit verbreitete Vorstellung, Pandas wären nicht sehr reproduktionsfreudig, nur auf unsachgemäße Haltungsbedingungen in Gefangenschaft zurück zu führen. In ihren etwa 20 Lebensjahren kann eine Pandabärin sechs oder mehr Junge groß ziehen. Die Jungen werden nach drei bis fünfeinhalb Monaten Tragzeit hamstergroß und völlig hilflos mit einem Gewicht von 80 bis 200 Gramm geboren. Die große Variabilität in der Tragzeit erklärt sich dabei aus unterschiedlichen langen Verzögerungen zwischen Befruchtung und Einnistung des Embryos.

Zum Zeitpunkt der Geburt haben die Jungen gut ein Tausendstel des Gewichts ihre Mütter, sogar noch vier Mal weniger als bei anderen Bärenarten. Zu diesem Zeitpunkt haben sie noch keinerlei Ähnlichkeit mit dem typischen Aussehen der erwachsenen Tiere, sondern sind rosa und fast nackt. Meist werden zwei Jungtiere in einem hohlen Baum oder eine Höhle zur Welt gebracht. In freier Wildbahn überlebt allerdings, wenn es gesund ist, immer nur das Erstgeborene. Warum Pandas trotzdem meist Zwillinge bekommen, konnten Wissenschaftler noch nicht aufklären. Das überlebende Junge bleibt dann bis zum Alter von zwei bis drei Jahren bei seiner Mutter.

Bestandsgröße und Gefährdungsstatus

Alle zehn Jahre werden die Großen Pandas in einer umfassenden Zählung von der chinesischen Forstbehörde erfasst. Der letzten großen Panda-Zählung im Jahr 2014 zufolge gibt es mindestens 1.864 Tiere in freier Wildbahn. Das sind knapp 17 Prozent mehr Pandas als bei der letzten Zählung im Jahr 2004, als die Populationsgröße auf ca. 1.600 Tiere geschätzt worden war. Bei der allerersten Bestandsaufnahme in den Jahren 1974-1977 wurde die Pandapopulation noch auf ca. 1.000-1.100 Tiere in der Wildnis geschätzt.

Diese Erhebungen werden von der staatlichen Forstbehörde Chinas (SFA) in enger Zusammenarbeit mit dem WWF durchgeführt. Der WWF stellt der chinesischen Forstbehörde vor allem technische Unterstützung zur Verfügung und hilft bei der Entwicklung der Zählmethoden.

Für die Pandazählungen rücken zahlreiche Helfer aus und halten im Pandalebensraum nach Spuren der schwarz-weißen Bären Ausschau und vor allem nach ihrem Dung. Darin suchen die Helfer nach Stücken unverdauten Bambus. Jeder Panda hinterlässt individuelle Fraßspuren vergleichbar mit einem Fingerabdruck.

Der Große Panda wird in der Roten Liste für bedrohte Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) als „stark gefährdet“ eingestuft. Die Art ist im Washingtoner Artenschutzübereinkommen im Anhang I und in der europäischen Artenschutzverordnung (EG-Verordnung 338/97) im Anhang A aufgeführt und somit vom kommerziellen Handel ausgeschlossen.

Bedrohungen

Trotz aller Schutzbemühungen ist das Überleben der Pandas in freier Wildbahn noch lange nicht gesichert. Von der chinesischen Regierung, die dem Panda die höchstmögliche Schutzpriorität einräumt, wurden zwar seit 1963 insgesamt 67 spezielle Pandaschutzgebiete geschaffen, aber zum Zeitpunkt der Zählung 2014 lebten trotzdem nur etwa 67 Prozent der Großen Pandas in geschützten Gebieten. Zählt man die Fläche der Reviere aller Pandas zusammen, beträgt der Lebensraum der schwarz-weißen Bären insgesamt 2.577.000 Hektar. Das sind knapp 12 Prozent mehr im Vergleich zu 2003. Hauptbedrohung für den Großen Panda ist heutzutage die Zerschneidung ihres Lebensraums durch Straßen, Bahntrassen, Infrastruktur und landwirtschaftliche Nutzflächen. Durch diese künstlichen Trennungen wird der Austausch zwischen den Populationen und damit auch von Erbgut erschwert. Es droht Inzucht, wodurch die Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten steigt. Auch für Jungtiere, die selbstständig werden und ihre Mütter verlassen, werden die Wanderungen in ein eigenes Revier immer gefährlicher. Auf ihrer Suche nach einem geeigneten Gebiet müssen sie Straßen überqueren oder verirren sich in menschliche Siedlungen.

Gefährlich wird es für die Großen Pandas auf ihren Waldinseln auch dann, wenn ihre Nahrungsgrundlage, der Bambus, blüht und anschließend ganz natürlich abstirbt. Das geschieht je nach Bambusart alle zwölf bis 120 Jahre. Wachsen in einem Gebiet wenige oder keine anderen Bambusarten und können die Pandas nicht mehr in andere Gebiete abwandern, droht den Bären der Hungerstod. Auch die Wilderei stellt für die Pandas immer noch eine Gefahr dar. Zwar werden die Bären aufgrund hoher Strafen kaum noch direkt gejagt, aber sie verenden noch immer in Schlingfallen für andere Tiere wie Hirsche und Nager.

Inzwischen werden Pandas mit großem Erfolg in Aufzuchtstationen in Gefangenschaft nachgezüchtet. Für die Wiederauswilderung dieser Tiere fehlen allerdings bisher Gebiete, die als Pandahabitat gut geeignet sind aber wenig Pandas beherbergen. Denn sonst könnten durch Auswilderungen die Sozialstruktur und durch Krankheitsübertragungen auch die Gesundheit bestehender Pandapopulationen in Gefahr gebracht werden.

Weitere Informationen sind beim WWF zu finden