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Lautloser Jäger

Leopard

(Panthera pardus)

Der Leopard gehört zur Ordnung der Carnivora (Raubtiere), darunter zur Familie der Felidae (echte Katzen) und der Unterfamilie Pantherinae (Großkatzen).

Er ist eine von fünf Arten der Gattung Panthera. Insgesamt wurden 27 Unterarten beschrieben. Mindestens zwei davon können auch Laien ohne weiteres unterscheiden: Den Amurleopard (P. p. orientalis) mit seinem langen Pelz und den kleinwüchsigen, dunkel und dicht gefleckten Javaleopard (P. p. melas).

Merkmale

Das Fell ist mit schwarzen Ringflecken gezeichnet. Kopf, Hinterbeine und Bauch tragen schwarze Tupfen. Die Grundfarbe variiert von hellgelb zu einem dunklen Gold oder Gelbbraun. Fellmusterung und -färbung variieren sogar deutlich und sind stark vom Lebensraum abhängig. So haben Steppenleoparden eine eher helle, Waldleoparden dagegen eine tief dunkle Grundfarbe. Auch vollkommen schwarze Leoparden sind bekannt. Für die Farbvariation dieser so genannten schwarzen Panther ist ein einzelnes, rezessiv vererbtes Gen verantwortlich, das besonders häufig bei Populationen in feuchten Waldhabitaten vorkommt. Auch bei anderen Katzenarten, zum Beispiel beim Jaguar oder beim Serval, treten komplett schwarze Individuen auf. Auch der Körperbau der Leoparden unterscheidet sich je nach Lebensraum. Der Leopard misst eine Kopfrumpflänge von 100 bis 190 Zentimeter, eine Schwanzlänge von 70 bis 95 Zentimeter und hat eine Standhöhe von 45 bis 80 Zentimeter. Die Männchen sind größer als die Weibchen und mit durchschnittlich 55 Kilogramm erheblich schwerer als die 35 Kilogramm leichten Weibchen. Außergewöhnlich schwere Männchen bringen bis zu 90 Kilogramm auf die Waage. Die eher schlank gebauten Tiere besitzen einen relativ kurzen und muskulösen Kopf sowie einen kräftigen Körper. Leoparden sind äußerst wendig und haben ein enormes Sprungvermögen.

Lebensraum

Der Leopard hat sich an die unterschiedlichsten Gegebenheiten und Lebensgemeinschaften seines riesigen Verbreitungsgebietes angepasst. So kommt er in Wäldern (unter anderen Tieflandregenwälder, Mangrovenwälder, Laub- und Laubmischwälder der gemäßigten Zone), Buschsteppen und Graslandschaften, Bambus- und Dornendickichten, trockenen Halbwüsten, in hoher Schilfund Rohrvegetation von verlandeten Seen und Wasserläufen, in schneebedecktem Hochländern mit steinigen Geröllhalden und Felsschluchten sowie sogar in der Nähe von Vorstädten vor. Leoparden können sehr gewandt Bäume erklettern und sich im Geäst frei bewegen.

Geografische Verbreitung

Leoparden haben das größte Verbreitungsgebiet aller altweltlichen Großkatzen, was auf ihre verborgene Lebensweise und hohe Anpassungsfähigkeit zurückzuführen ist. Sie leben in Afrika südlich der Sahara, in Arabien, im Nahen und Mittleren Osten, in Süd- und Südostasien bis zum kühl gemäßigten russischen fernen Osten. Mit den Leoparden im Russischen Kaukasus sind sie sogar in Europa noch heimisch. Auf dem Kilimandscharo in Tansania wurden Leopardenspuren bis in Höhen von 5.700 Metern gefunden. 1,5 Millionen Jahre alte Fossilien aus dem Pleistozän lassen die frühere Verbreitung des Leoparden auf dem gesamten afrikanischen Kontinent und selbst in Mitteleuropa vermuten.

Sozialverhalten und Fortpflanzung

Leoparden sind abends und nachts aktiv und jagen bis in die Dunkelheit. Tagsüber ruhen sie beispielsweise gut getarnt im hohen Gras oder auf einem Ast und sind nur schwer zu entdecken. Leoparden sind Einzelgänger und leben innerhalb ihrer festgelegten Reviergrenzen. Nur Paarungsbereite Tiere haben Kontakt zu Artgenossen. Das Streifgebiet eines Männchens umfasst 30 bis 80 Quadratkilometer, das der Weibchen zwischen 15 und 38 Quadratkilometer. Die Reviere der Weibchen können sich überlappen. Das Revier eines Männchens umfasst in der Regel zwei bis drei weibliche Reviere. Leoparden vermeiden den Kontakt mit Menschen. Lediglich verletzte oder alte Tiere greifen unter Hintergrundinformation Oktober 2007 · Leopard 2Umständen auch Menschen an. Gesunde Tiere sind in der Regel nur dann aggressiv gegenüber den Menschen, wenn sie sich angegriffen fühlen oder in die Enge getrieben wurden. Im größten Teil ihres Verbreitungsgebiets haben Leoparden keine festen Paarungszeiten. Leopardenweibchen ohne Jungtiere sind alle drei bis sieben Wochen paarungsbereit. Nach der Begattung trennen sich die Tiere wieder. Die Weibchen gebären nach etwa 96 Tagen durchschnittlich zwei bis vier Junge. Die Jungtiere bleiben etwa zwei Jahre bei der Mutter. Erst dann ist ein Leopardenweibchen wieder paarungsbereit. Mit zwei bis vier Jahren sind die Jungtiere selbst geschlechtsreif. Weibchen sind durchschnittlich bis zu ihrem achten Lebensjahr reproduktionsfähig. In freier Wildbahn werden Leoparden 10 bis 15 Jahre alt, in Gefangenschaft bis zu 20 Jahre.

Bestandsgröße und Gefährdungsstatus

Im Jahr 1988 wurde die Populationsgröße im heutigen afrikanischen Verbreitungsgebiet auf 714.000 Leoparden geschätzt. Auf etwa 400 bis 600 Individuen wurde 1982 der Leopardenbestand auf Sri Lanka beziffert. Bestandsschätzungen der 27 Unterarten sind kostenaufwendig und sehr schwierig durchzuführen, daher liegen keine aktuelleren Gesamtbestandszahlen vor. Von einzelnen Unterarten gibt es allerdings auch neuere Schätzungen:
- Amurleopard: 40 bis 60 Individuen (2007),
- Javaleopard: 350 bis 700 Individuen (1992),
- Kaukasus-Leopard: 40 bis 65 Individuen (2006).
Obwohl die Individuenzahlen der einzelnen Unterarten eher zurückgehen, scheint der Bestand insgesamt nicht bedroht. Die Art ist daher bislang in der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) unter der Kategorie „Gefährdung anzunehmen“ aufgenommen. Allerdings sind acht Unterarten des Leoparden – Chinesischer Leopard (P. p. japano-nensis), Sri Lanka-Leopard (P. p. kotiya), Javaleo-pard (P. p. melas) und Kaukasus-Leopard (P. p. saxicolor) – als „stark gefährdet“ und Amurleo-pard (P. p. orientalis), Arabischer Leopard (P. p. nimr), Nordafrikanischer Leopard (P. p. panthera) und Anatolischer Leopard (P. p. tulliana) als „vom Aussterben bedroht“ in der Roten Liste der IUCN aufgeführt. Der Leopard ist seit 1975 im Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) in Anhang I gelistet. Somit ist kein internationaler kommerzieller Handel erlaubt. TRAFFIC, das gemeinsame Artenschutzprogramm von WWF und IUCN, unterstützt die Überwachung des weltweiten Handels mit gefährdeten Pflanzen- und Tierprodukten und deckt auch illegalen Handel mit Leopardenfellen auf. In der europäischen Artenschutzverordnung (EG-Verordnung 338/97) wird der Leopard in Anhang A aufgelistet und besitzt in der Europäischen Union somit ebenfalls den höchsten Schutzstatus. In Afrika steht der Leopard in fast allen Verbreitungsstaaten unter Schutz. So genannte „Problemtiere“, die für die Bevölkerung zur Gefahr werden, dürfen jedoch getötet werden.

Bedrohungen

Sowohl in der Umgebung von Schutzgebieten als auch in der Nähe von Siedlungen kommt es mitunter zu Konflikten mit Leoparden, da diese als Nahrungsgeneralisten mitunter auch Haus- und Nutztiere erbeuten. In vielen Regionen werden Leoparden daher „vorsorglich“ erschossen oder vergiftet. Neben direkten Konflikten mit den Menschen gehen die Leopardenbestände auch aufgrund der Zerstörung ihres Lebensraumes und aufgrund von Beutetiermangel zurück: Siedlungen werden ausgedehnt, Viehbestände erhöht. Die Zerschneidung ihrer Lebensräume wirkt sich negativ auf den Bestand aus. In kleinen Populationen gibt es nur wenige fortpflanzungsfähige Tiere, was zu einer geringen Durchmischung der Gene führt. Die durch die Lebensraumzerschneidung immer kleiner werdenden, isolierten Bestände leiden dann verstärkt unter Krankheiten und werden so zusätzlich geschwächt. Als natürliche Feinde muss der Leopard größere Raubkatzen fürchten. Fast sein gesamtes Verbreitungsgebiet teilt er mit Löwen oder Tigern. Mitunter werden von diesen Leoparden als schwächere Konkurrenten auch tatsächlich getötet. WWF- und TRAFFIC-Projekte Mit dem Schutzgebiet Dzanga-Sangha in der Zentralafrikanischen Republik hat der WWF einen Beitrag zum Erhalt der Lebensgemeinschaft im afrikanischen Tropenwald geleistet. Der Schutz des Waldes kommt auch den Leoparden zugute. Im Russischen Fernen Osten setzt sich der WWF schon seit Jahren intensiv für den Schutz der letzten Amurleoparden ein. Wichtige Aspekte der Arbeit sind der Aufbau eines Schutzgebietsnetzes, die Unterstützung der staatlichen Anti-Wildererbrigaden, Kampf gegen die Habitatvernichtung (vor allem Waldbrände) und die Umweltbildung der lokalen Bevölkerung. Im Kaukasus hat der WWF die Situation des Leoparden erstmals 2001 untersucht und arbeitet seitdem intensiv an diesem Thema. 2007 soll eine ökoregionale Schutzstrategie für den Kaukasus-Leoparden zusammen mit Experten aus allen Kaukasusländern erarbeitet werden. Ein Programm zur Wiederansiedlung im Nordwest-Kaukasus ist in Vorbereitung. Doch ein einzelnes Reservat reicht nicht aus, die Leoparden in Zentralafrika und der Amur-Region nachhaltig zu schützen. Um einen Austausch zwischen den weiträumig verstreuten Beständen zu ermöglichen, fordert der WWF ein Netzwerk von Lebensraum-Korridoren, in denen sich die Leoparden frei bewegen können. Der WWF unterstützt Forschungsarbeit zur Populationsentwicklung und -biologie der Leoparden, beispielsweise im Kaukasus. Diese Grundlagendaten fehlen vielerorts und sind unerlässlich, um den genauen Gefährdungsgrad der Leoparden zu ermessen und gezielte Schutzmaßnahmen einleiten zu können.

Weitere Informationen sind beim WWF zu finden