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König der Tiere

Löwe

(Panthera leo)

Löwen werden als die Könige der Tiere bezeichnet und das nicht ohne Grund, erreichen doch die Männchen eine stattliche Körperlänge von 110 bis 250 Zentimetern bei einem Gewicht von 150 bis 240 Kilogramm. Damit sind sie 30 bis 50 Prozent größer und massiger als weibliche Löwen. Das Brüllen der Löwen ist kilometerweit zu hören und lässt jeden wissen, wer der Herr der Savanne ist. Ausgewachsene männliche Löwen besitzen zudem eine beeindruckende Mähne.

Der Löwe (Panthera leo) gehört zur Ordnung der Raubtiere, zur Familie der Katzen und ebenso wie der Tiger, der Jaguar, der Leopard und der Schneeleopard zur Gattung der Pantherkatzen. Bis vor kurzem wurden innerhalb der Art der Löwen zwei Unterarten folgendermaßen unterschieden: der Afrikanische Löwe P. l. leo und der Asiatische Löwe P. l. persica. Neuere Studien haben nun aber gezeigt, dass die Löwen in Asien und West- und Zentralafrika näher miteinander verwandt sind als jene in Süd- und Ostafrika. Deshalb werden die Verwandtschaftsverhältnisse derzeit weiter untersucht. Bis zur abschließenden wissenschaftlichen Klärung schlagen die Raubkatzenexperten der Weltnaturschutzunion IUCN folgende Gliederung der Löwen vor: Die Löwen in Asien, West-und Zentralafrika gehören zur Unterart P. l. leo. Daneben bilden die Löwen in Südund Ostafrika die Unterart P. l. melanochaita. Es wird davon ausgegangen, dass diese Einteilung demnächst wissenschaftlich bestätigt wird.

Merkmale

Löwen sind die zweitgrößten Katzen der Welt, in Größe und Gewicht nur von Tigern übertroffen. Männliche Löwen sind wesentlich größer, vor allem kräftiger und deutlich schwerer als die Weibchen. Bei Männchen misst die Kopfrumpflänge 172-250 cm, bei Weibchen 158-192 cm. Die Schulterhöhe beträgt bei beiden 107-123 cm und die Schwanzlänge ca. 1 m. Männchen wiegen 150-225 kg und Weibchen 110-192 kg. Dabei sind die Löwen in Asien insgesamt etwas kleiner.

Lebensraum

Löwen sind optimal an das Leben in der Savanne angepasst, kommen aber außerdem auch im Buschland, in Trockenwäldern, in Halbwüsten und Gebirgen bis in Höhen von über 4000 Metern vor. Die speziellen Ansprüche der Löwen an geeigneten Lebensraum sind ganzjährig verfügbare Beutetiere sowie schattige Ruheplätze und Versteckmöglichkeiten für das Anschleichen an Beutetiere und für ihre Jungen.

Geografische Verbreitung

Löwen waren ursprünglich in ganz Afrika mit Ausnahme der Zentralsahara und den Regenwäldern, im südöstlichen Europa auf der Balkanhalbinsel, im Nahen Osten und im südwestlichen Asien verbreitet. Während sie in Europa schon im ersten nachchristlichen Jahrhundert verschwunden sind, überlebten sie in Nordafrika, im Nahen Osten und in Asien bis ins 19. und teilweise in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Heute kommen sie in Afrika nur noch südlich der Sahara in Äthiopien, Angola, Benin, Botswana, Burkina Faso, Demokratische Republik Kongo, Gabun, Kamerun, Kenia, Malawi, Mosambik, Namibia, Niger, Nigeria, Sambia, Senegal, Simbabwe, Somalia, Sudan, Südafrika, Swasiland, Tansania, Tschad, Uganda und der Zentralafrikanische Republik vor. Des Weiteren ist der Status in der Elfenbeinküste, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Mali, Togo und Ruanda unsicher. In Asien gibt es Löwen heute nur noch in Westindien in der Region des Gir Forest.

Sozialverhalten und Fortpflanzung

Löwen leben typischerweise gesellig in Rudeln. Das ist in der Familie der Katzen eine einzigartige Lebensweise. Ein Rudel besteht meistens aus drei bis acht Weibchen, ihren Jungen und zwei bis drei Männchen. Die Rudelgröße kann je nach Beuteverfügbarkeit insgesamt zwischen 3 und 45 Löwen betragen. Die Weibchen bleiben in der Regel ein Leben lang in dem Rudel, in dem sie geboren wurden, und sind alle mehr oder weniger miteinander verwandt. Wenn mehrere Männchen zum Rudel gehören, spricht man von Männchenkoalition. Die Koalitionspartner sind teilweise untereinander, nicht aber mit den Weibchen verwandt und gehören nur für durchschnittlich zwei bis drei Jahre zum Rudel. In einem Rudel gibt es keine Hierarchie. Lediglich in Hungerzeiten haben die Männchen aufgrund ihrer größeren Stärke beim Fressen Vorrang. Die Rudelmitglieder teilen sich zwischenzeitlich oft in Kleingruppen auf oder gehen ihre eigenen Wege. Junge Männchen ohne Rudel, ältere Männchen, die ihr Rudel verloren haben, und wegen Übergröße des Rudels vertriebene Weibchen leben nomadisch.

Bestandsgröße und Gefährdungsstatus

Löwen sind die Top-Prädatoren in ihrem Lebensraum, stehen also an der Spitze der Nahrungskette und sind somit ein besonders wichtiger Teil des natürlichen Nahrungsnetzes.

In einigen Teilen ihres Verbreitungsgebietes sind Löwen relativ gut erforscht, wie beispielsweise in der Serengeti in Tansania. Schlechter sieht es insbesondere in Angola, in der Zentralafrikanischen Republik und im Südsudan aus. Untersuchungen zur Bestandsgröße und -entwicklung der Löwen sind insgesamt aufgrund der großen Reviere und der teilweise sehr zurückgezogenen Lebensweise schwierig und aufwendig. Zudem ist die Individualerkennung bei Löwen nicht so einfach wie bei vielen anderen Katzen.

Bedrohungen

Heute ist das Überleben der Löwen durch zahlreiche Bedrohungen gefährdet, dazu gehören der Handel mit Löwenknochen als Ersatz für Tigerknochen zur Verwendung in der Traditionellen Asiatischen Medizin, Tötungen in Folge von Mensch-Wildtier-Konflikten, Lebensraumverlust, Beutetiermangel, Zufallsopfer der Buschfleisch-Wilderei, Krankheiten und nicht nachhaltige Trophäenjagd. Da es aktuell nur noch wenige wildlebende Tiger in Asien gibt und die Bemü- hungen um Handelskontrollen mit ihren Körperteilen Erfolge zeigen, steigt die Nachfrage nach Körperteilen von anderen Katzenarten zur Verwendung in der Traditionellen Asiatischen Medizin deutlich an. Löwenknochen sind mittlerweile eine beliebte Alternative für Tigerknochen. Dabei ist der internationale illegale Handel mit Löwenteilen bisher wenig untersucht und überhaupt nicht unter Kontrolle.

Ein weiteres großes Problem für die Löwen ist der mit dem Bevölkerungswachstum einhergehende Lebensraumverlust sowie Lebensraumumwandlungen. Vor allem in den letzten dreißig Jahren ist die Bevölkerung in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes der Löwen stark angewachsen. In diesem Zusammenhang kommt es immer wieder und immer häufiger zu Mensch-Wildtier-Konflikten. Auch Beutetiermangel verstärkt, dass Löwen regelmäßig Nutztiere reißen. Bei Begegnungen können sie sogar Menschen gefährlich werden. Zahlreiche Präventions- und Rachetötungen sind die Folge. Außerhalb von Schutzgebieten werden die Löwenpopulationen so immer weiter verdrängt, kleiner und isolierter. Dies kann langfristig zu genetischer Verarmung, Inzuchteffekten und einer damit verbundenen größeren Anfälligkeit für Erbkrankheiten führen.

Weitere Informationen sind beim WWF zu finden