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Die ältesten noch lebenden Reptilien

Meeresschildkröte

(Cheloniidae, Dermochelyidae )

Die Meeresschildkröten gehören zur Ordnung der Testudines (Schildkröten) und umfassen die Familie Cheloniidae (Meeresschildkröten) sowie die Familie Dermochelyidae (Lederschildkröten) mit der Lederschildkröte (Dermochelys coriacea) als einzigen überlebenden Vertreter. Zur Familie der Cheloniidae gehören die folgenden sechs Arten: Unechte Karettschildkröte (Caretta caretta), Grüne Meeresschildkröte oder Suppenschildkröte (Chelonia mydas), Echte Karettschildkröte (Eretmochelys imbricata), Pazifische Bastardschildkröte (Lepidochelys olivacea), Kemp’s Bastardschildkröte (Lepidochelys kempii) und Australische Suppenschildkröte (Natator depressus).

Merkmale

Die Meeresschildkröten stammen von Land- beziehungsweise Süßwasserschildkröten ab, die sich schließlich vor etwa 225 Millionen Jahren dem Lebensraum Meer angepasst haben. Der Bauplan der Meeresschildkröten wurde mit Abwandlungen seither beibehalten. Die Extremitäten sind in Anpassung an das Leben im Meer zu Flossen umgewandelt und können nicht mehr in den Panzer gezogen werden. An den Augen haben sie Salzdrüsen, die eine konzentrierte Salzlösung abgeben und so den Salzgehalt des Blutes regulieren. Der Panzer der Meeresschildkröten ist deutlich abgeflacht und stromlinienförmig. Der Rücken der Echten Karettschildkröte zum Beispiel ist von einem Panzer bedeckt, der aus hornartigen, dunklen Schildern besteht, die sich wie Schindeln überlappen. Diese Schilder liefern das für die Herstellung von Kunsthandwerk begehrte Schildpatt. Bei der Lederschildkröte ist der ursprüngliche Knochen- und Hornpanzer zurückgebildet. Übrig geblieben ist eine dicke, lederartige Haut, in der mosaikartig kleine Knochenplatten eingesetzt sind. Mit einer Panzerlänge von bis zu zwei Metern und einem durchschnittlichem Gewicht von 500 Kilogramm ist die Lederschildkröte zudem die größte der Meeresschildkröten. Die Kleinsten sind die beiden Bastardschildkröten-Arten mit einer Panzerlänge von etwa 70 Zentimetern und einem Gewicht von bis zu 50 Kilogramm.

Lebensraum

Meeresschildkröten schlüpfen an Land und die Weibchen kommen dorthin auch zur Eiablage zurück. Ansonsten verbringen Meeresschildkröten ihr ganzes Leben im Meer. Oft durchqueren sie ganze Ozeane und legen dabei Tausende von Kilometern zurück.

Geografische Verbreitung

Meeresschildkröten sind weltweit in tropischen und subtropischen Meeren verbreitet und sowohl auf hoher See als auch in Küstennähe anzutreffen. Die Lederschildkröte hat das größte Verbreitungsgebiet von den Tropen bis in gemäßigte Regionen. Das kleinste Verbreitungsgebiet hat die Australische Suppenschildkröte, die nur an der West- und Nordküste Australiens vorkommt.

Sozialverhalten und Fortpflanzung

Meeresschildkröten sind meist Einzelgänger und verbringen ihr ganzes Leben im Meer. Nur die Weibchen kommen zur Eiablage wieder an Land und zwar an jenen Strand, an dem sie selbst geschlüpft sind. Je nach Art kehren die Tiere in Abständen von etwa drei Jahren zur Paarung in Küstengewässer zurück – manchmal über mehrere tausend Kilometer hinweg. Wenige Tage nach der Paarung kriecht das Weibchen an den Strand und gräbt in mühevoller Arbeit eine Sandgrube, in die es je nach Art etwa 50 bis 200 runde, weiße Eier hineingleiten lässt. Meist legt ein Weibchen bis zu dreimal in einer Nistsaison Eier ab. Knapp zwei Monate nach dem Legen schlüpfen die nur vier bis sieben Zentimeter großen Jungen und graben sich aus dem Nest an die Oberfläche, um anschließend, meist nachts, den Weg ins Wasser zurückzulegen. Dabei orientieren sie sich an der Helligkeit und folgen unter anderem dem Mond, der vom Wasser reflektiert wird, zum Meer. Künstliches Licht in der Dunkelheit (Taschenlampen, Stadtbeleuchtung) bringt die Jungen vom richtigen Weg zum Wasser ab.

Bestandsgröße und Gefährdungsstatus

Die Bestände von Meeresschildkröten zu bestimmen ist aufgrund ihres Wanderverhaltens sehr schwierig und können daher nur annähernd geschätzt werden. Einzig die zur Eiablage an Land kommenden Weibchen können gezählt werden, nicht aber die Tiere im offenen Meer Aber selbst an den Stränden ist die Erfassung schwierig, da die Weibchen während der Nistsaison mehrfach zur Eiablage kommen und wiederholt gezählt werden können. Da die Schildkröten dann erst in zwei bis drei Jahren erneut Eier legen, stellt eine Nistsaison auch nur einen kleinen Ausschnitt der fortpflanzungsfähigen Weibchen dar. Auch wenn deshalb keine genauen Bestandszahlen zur Verfügung stehen, gibt es verschiedene Anhaltspunkte, die zeigen, wie bedroht Meeresschildkröten sind. Die Beobachtungen der Niststrände beispielsweise zeigen häufig eine sehr deutliche Abnahme nistender Weibchen. Wo früher hunderte Tiere zur Eiablage an den Strand kamen, sind es heute nur noch einige wenige. Anhand der langjährigen Dokumentation an Niststränden ist ersichtlich, dass zum Beispiel die Population der Lederschildkröten im Ostpazifik in den letzten 20 Jahren um fast 90 Prozent zurückging. Auch die geschätzte Anzahl an Tieren, die sich jährlich in Netzen und Langleinen der kommerziellen Fischerei verfangen, ist alarmierend hoch. So landen etwa 50.000 Lederschildkröten pro Jahr als ungewollter Beifang an den Langleinen der Fischerei-Industrie. Viele überleben dies nicht. Die Unechte Karettschildkröte, die Grüne Meeresschildkröte und die Pazifische Bastardschildkröte werden von der Weltnaturschutzunion IUCN als „stark gefährdet“ in der Roten Liste geführt. Drei weitere Arten, die Echte Karettschildkröte, die Kemp’s Bastardschildkröte sowie die Lederschildkröte sind bereits „vom Aussterben bedroht“. Über die Australische Suppenschildkröte weiß man zu wenig, so dass sie in der Kategorie „ungenügende Datengrundlage“ geführt wird. Alle Meeresschildkröten sind im Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES im Anhang I gelistet und somit vom kommerziellen internationalen Handel ausgeschlossen. Auch in die „Konvention zum Schutz wandernder Arten (CMS)“ sind sie aufgenommen.

Bedrohungen

Heute geht eine der größten Gefahren für die Meeresschildkröten von der kommerziellen Fischerei aus. So verenden jedes Jahr schätzungsweise mehr als 250.000 Tiere als ungewollter Beifang bei der Fischerei nach Tun- und Schwertfischen. Außerdem werden die Brutgebiete der Reptilien vielerorts Opfer einer ungebremsten Strandbebauung und intensiver touristischer Nutzung. Zu allem Überfluss verenden viele Tiere durch das Fressen von im Meer herumtreibenden Plastiktüten.

Weitere Informationen sind beim WWF zu finden