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Gehörntes Schwergewicht

Indisches Panzernashorn

(Rhinoceros unicornis)

Das Indische Panzernashorn gehört zu den Unpaarhufern (Perissodactyla) und bildet dort mit seinen vier nächsten Verwandten die Familie der Nashörner (Rhinocerotidae).

Zusammen mit dem Javanashorn bildet es die Gattung Rhinoceros.

Merkmale

Indische Panzernashörner sind echte Schwergewichte und bringen mehr als 2.000 Kilogramm auf die Waage. Ausgewachsene Weibchen sind etwas leichter als die Männchen und wiegen bis zu 1.600 Kilogramm. Mit einer Schulterhöhe bis zu 1,85 Meter sind die Tiere deutlich größer als ihre beiden asiatischen Verwandten Java- und Sumatranashorn. Sowohl Männchen als auch Weibchen tragen ein einzelnes Nasenhorn mit einer Länge von etwa 20 Zentimetern, das etwa 720 Gramm wiegt. Charakteristisch für das Panzernashorn ist der große Kopf, eine ausgeprägte Nackenfalte und die zwei Hautfalten, die im Bereich der Vorderbeine und Hinterbeine quer über den Körper verlaufen.

Geografische Verbreitung und Lebensraums

Die ursprüngliche Verbreitung des Indischen Panzernashorns erstreckte sich vom Osten des heutigen Pakistan über Nepal, Nordindien und Bangladesch bis nach Myanmar und wahrscheinlich weiter bis Südchina. Bis in das 17. Jahrhundert war das Panzernashorn noch in Nordwest-Indien und Pakistan verbreitet. Durch die Umwandlung von Überschwemmungsflächen in landwirtschaftliche Anbauflächen wurde es nach und nach aus seinem ursprünglichen Verbreitungsgebiet verdrängt. Heute kommt das Panzernashorn nur noch in wenigen Gebieten in Bhutan, im südlichen Nepal, dem Terai Arc-Bogen, und in sieben Rückzugsgebieten in den beiden indischen Bundesstaaten Westbengalen und Assam vor.

Sozialverhalten und Fortpflanzung

Erwachsene männliche Panzernashörner verbringen die meiste Zeit ihres Lebens als Einzelgänger. Männchen und Weibchen kommen nur vorübergehend zur Fortpflanzung zusammen. Gelegentlich bilden die Tiere auch kleine, nur lose zusammenhängende Gruppen, die sich zum Beispiel zur Nahrungsaufnahme zusammenfinden. Im Alter von sechs Jahren sind die Weibchen geschlechtsreif und bringen erstmals im Alter von sieben bis acht Jahren – nach einer Tragzeit von 16 Monaten – ein einzelnes Junges zur Welt, das bei der Geburt bereits um 60 Kilogramm wiegt. Der Abstand zwischen zwei Geburten beträgt meist vier bis fünf Jahre und die Jungtiere ble iben etwa drei Jahre bei der Mutter. Männchen sind erst mit etwa zehn Jahren geschlechtsreif. Panzernashörner beanspruchen zwar ein Streifgebiet, doch sie verteidigen es nicht zwingend. Deshalb können sich die Streifgebiete dominanter Bullen mit denen von nicht dominanten Männchen und einigen Weibchen überlappen.

Bestandsgröße und Gefährdungsstatus

Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in Indien und Nepal vermutlich nur noch höchstens 100 Nashörner. Die Ausweisung von Schutzgebieten und das Verbot der Jagd führten zur langsamen Erholung der Bestände. Dennoch kann noch keine Entwarnung gegeben werden, denn nach wie vor gilt das Panzernashorn als die am stärksten gefährdete Art der indischen Großtiere. In Indien hat die Art nur in sieben Rückzugsgebieten überdauert. Nur in drei dieser davon existieren überlebensfähige Populationen. Die gesamte indische Population wird auf etwa 2575 Tiere geschätzt (IUCN 2007), wovon etwa 85 Prozent alleine im Kaziranga-Nationalpark in Assam vorkommen. Noch in den 1960er Jahren gab es weniger als 100 Panzernashörner in Nepal. Durch die verbesserten Schutzmaßnahmen und ein entschlossenes Vorgehen gegen Wilderer erholten sich die Bestände wieder auf 610 Tiere gegen Ende der 1990er Jahre. Doch die politischen Unruhen der vergangenen Jahre sorgten auch für einen Rückgang der Nashornbestände – sogar im Royal Chitwan-Nationalpark. Nationalparkpersonal wurde für die Sicherung von Straßen abgezogen, mit der Konsequenz, dass Wilderer wieder leichtes Spiel hatten. Eine Nashorn-Zählung im Royal Chitwan-Nationalpark Anfang 2005 ergab, dass die Zahl der dort verbliebenen Tiere von 544 im Jahr 2000 auf 372 gesunken ist. Insgesamt leben in Nepal derzeit etwa 378 Panzernashörner (Stand IUCN 2007), mit abnehmender Tendenz. In Pakistan wurde 1983 ein Paar Panzernashörner ausgewildert, die sich aber nicht vermehrt haben. Für die anderen Verbreitungsstaaten liegen keine Angaben vor.

Das Panzernashorn wird daher in der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als „gefährdet“ gelistet.

Das Panzernashorn ist im Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) seit 1977 im Anhang I gelistet und somit vom kommerziellen internationalen Handel ausgeschlossen. In der europäischen Artenschutzverordnung (EGVerordnung 338/97) wird die Art im Anhang A gelistet und besitzt somit in der Europäischen Union den höchsten Schutzstatus: Es darf nicht gehandelt werden.

Bedrohungen

Zum Verhängnis werden den Nashörnern ihre Hörner. Dolchgriffe aus Rhinozeroshorn galten bis vor kurzem im Jemen als Statussymbol. In der traditionellen asiatischen Medizin hochgeschätzt, übertrifft der Wert der Hornsubstanz mittlerweile den des Goldes. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) schreibt dem Horn vor allem fiebersenkende Wirkung sowie Heilkräfte gegen Epile psie, Malaria, Vergiftungen und Abszesse zu. Auch wenn die Heilwirkung des Nashornpulvers in der westlichen Medizin häufig angezweifelt wird, ist der Glaube an die Wirkung solcher Naturpräparate in vielen asiatischen Ländern ungebrochen. Und mit steigendem Lebensstandard steigt auch die Nachfrage, damit der Preis und damit der Anreiz für Wilderer, ihren illegalen Machenschaften nachzugehen. 1996 wurden Schwarzmarkpreise von etwa 7.000 Euro pro Horn erzielt. Schätzungen des WWF zufolge sind zwischen 2002 und 2007 rund 170 Panzernashörner Opfer von Wilderern geworden.
Weitere Bedrohungen
Ein weiteres Problem für die Panzernashornbestände ist die extensive Haltung von Nutztieren, die zuweilen sogar in den Nationalparks weiden. Viele dieser Nutztiere sind ein Reservoir für Krankheiten, die über direkten Kontakt mit Wildtieren beziehungsweise über deren Kot übertragen werden. Besonders extrem virulente Krankheiten, wie beispielsweise der Milzbranderreger, stellen eine ständige Gefahr für die Nashörner dar. 1998 verstärkte der WWF seinen Einsatz gegen die Wilderei sowie für den Schutz und die Überwachung von Lebensräumen um eine weitere Komponente. Um die Lebensräume der asiatischen Nashörner zu sichern, wurde das Programm „Asian Rhino and Elephant Action Strategy“ (AREAS) ins Leben gerufen. AREAS verbindet gezielte geografische Schutzmaßnahmen mit Handelsüberwachung und politischer Lobbyarbeit. Ziel des WWF ist es, die asiatischen Nashorn- Populationen zu schützen und dort, wo es möglich ist, wieder einen stärkeren Bestand aufzubauen. Die langjährige Lobbyarbeit des WWF und seiner Partnerorganisationen haben sich bereits gelohnt, denn die Regierung des indischen Bundesstaates Assam beschloss im Sommer 2005, mehr als 200 Nashörner aus dem Kaziranga-Nationalpark in andere Schutzgebiete des Landes umzusiedeln. Dadurch soll sich die Nashornpopulation in Indien bis zum Jahr 2020 auf 3.000 Tiere vermehren. Der WWF begleitet dieses Vorhaben in einem Konsortium aus Beratern und finanziert einen Teil der Umsiedlungsaktionen.
Des Weiteren unterstützt TRAFFIC, das gemeinsame Artenschutzprogramm von WWF und IUCN, mit verschiedenen Maßnahmen die drohende Ausrottung der Nashörner. Ziel von TRAFFIC ist es, den illegalen Handel mit Rhinozeroshorn zu stoppen. Dazu klärt TRAFFIC die Naturschutz- und Zollbehörden auf und schult Vollzugsbeamte beim Erkennen von Schmuggelrouten und anderen Präventivmaßnahmen gegen den illegalen Handel. Die Aktivitäten von TRAFFIC konzentrieren sich auf China, Südkorea und Taiwan – die drei Länder mit den größten Märkten für Nashornprodukte.

Weitere Informationen sind beim WWF - Themen und Projekte und WWF - bedrohte Tiere und Pflanzenarten zu finden