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Die Tauchrekordler

Pottwal

(Physeter macrocephalus, (Synonym: P. catodon))

Pottwale gehören zur Ordnung der Cetaceae oder Waltiere mit derzeit mehr als 80 Arten. Der Pottwal ist die einzige Art in der Familie der eigentlichen Pottwale (Physeteridae).

Pottwale sind rekordverdächtig. Sie sind die größten Zahnwale, haben das größte Gehirn aller Lebewesen und könne tiefer und länger tauchen als jedes andere Säugetier.

Merkmale

Auch Dank des Romans „Moby Dick“ von Herman Melville aus dem Jahr 1840 gehören Pottwale zu den bekanntesten Vertretern der Großwale. Sie sind zudem die größten Zahnwale. Pottwale haben einen riesigen Kopf mit einem über neun Kilogramm schweren Gehirn – das größte im Tierreich –, einer stumpfe Schnauze und einem relativ kleinen Kiefer. Dieser lange, schmale Unterkiefer des Pottwals enthält 20 bis 26 Paar große Zähne. Beim Ausatmen spritzt eine Wasserfontäne drei bis fünf Meter hoch, die leicht nach vorne links gerichtet ist. Pottwale bleiben gewöhnlich etwa zehn Minuten an der Wasseroberfläche, bis sie wieder in Tiefen von über 2.000 Meter abtauchen. Sie können von allen Säugetieren am tiefsten und am längsten tauchen. Ein Tauchgang kann bis zu zwei Stunden dauern. Das erste Ausatmen nach einem Tauchgang kann noch einen Kilometer weit entfernt gehört werden. In der Regel ist die Haut der Pottwale von dunkelgrauer Farbe. Mit zunehmendem Alter bekommt sie immer mehr helle Flecken. Alte Männchen können auch komplett weiß werden. Die Haut der Pottwale ist stark gefurcht, was ihnen ein runzliges Aussehen verleiht. Männliche Pottwale werden bis zu 20 Meter lang und 50 Tonnen schwer und damit dreimal so schwer wie weibliche Tiere. Jungtiere haben bei der Geburt eine Länge von etwa vier Metern und wiegen bereits eine Tonne.

Geografische Verbreitung und Lebensraums

Pottwale leben in allen Weltmeeren – von den Polen bis zum Äquator. Männchen und Weibchen haben jedoch sehr verschiedene Lebensrhythmen. Die männlichen Tiere verlassen jeden Sommer die tropischen Gewässer und ziehen weit in den Norden oder Süden, wo sie bis zum Rand des Polareises vordringen können. Weibliche Pottwale und Jungtiere ziehen selten weiter als bis zum 40 Breitengrad nördlich oder südlich des Äquators. In den flachen Meeren der Nord- und Ostsee kommen Pottwale nicht vor, gelegentlich verirren sie sich jedoch dorthin.

Sozialverhalten und Fortpflanzung

Während des Sommers treffen sich die weiblichen und männlichen Tiere in warmen Gewässern, wo die männlichen Pottwale um ihren „Harem“ oder ihre Gruppe von bis zu 80 Weibchen und Jungtieren kämpfen. Während des restlichen Jahres leben die Männchen in Junggesellengruppen von bis zu 20 Individuen. Die Weibchen und ihre Jungen sammeln sich in Schulen mit 20 bis 30 Tieren.

Bestandsgröße und Gefährdungsstatus

Über die Bestände der Pottwale gibt es keine sicheren Angaben. Da sie saisonal wandern, lange Zeit tauchen und oft in Gruppen beobachtet werden, ist es unmöglich, genaue Informationen über ihre Bestandsgröße mit Hilfe der gängigen Beobachtungsmethoden zu bekommen. Vermutlich gab es vor der Zeit des kommerziellen Walfangs bis zu drei Millionen Pottwale. Heute leben möglicherweise nur noch 200.000 bis 1,5 Millionen Tiere in den Weltmeeren. Der Pottwal wird daher in der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als „gefährdet“ eingestuft. Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) führt den Pottwal in Anhang I. Er ist damit vom internationalen Handel ausgenommen, da jeglicher Handel das Überleben der Art gefährden könnte. In der europäischen Artenschutzverordnung (EG-Verordnung 338/97) sind alle Walartigen (Cetacea) im Anhang A gelistet. Wale besitzen damit den höchsten Schutzstatus in der Europäischen Union. Handel mit ihnen, ihren Körperteilen beziehungsweise mit Walprodukten ist verboten. In der Bonner Konvention CMS „zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten" wird der Pottwal sowohl in Anhang I als auch II geführt. Vertragsstaaten im Verbreitungsgebiet dieser Tiere müssen strenge Schutzmaßnahmen ergreifen, um die Art vor dem Aussterben zu bewahren. Der Pottwal ist auch in der Berner Konvention, dem „Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wild lebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume“ erfasst. Er wird dort in Anhang II für „streng geschützte Tierarten“ geführt. Die Konvention fordert unter anderem für dort gelistete Tierarten das Fangen und Töten zu verbieten. Die Berner Konvention ist ein grundlegender Vertrag auf europäischer Ebene zum Schutz der biologischen Vielfalt. Andere Richtlinien wie die FFH-Richtlinie setzen das mit dem Berner Übereinkommen Begonnene in die Tat um. In der FFH-Richtlinie (Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen auf dem Gebiet der Europäischen Union) werden alle Walartigen (Cetacea) unter Anhang IV geführt und gelten somit als „streng zu schützende Tier- und Pflanzenarten“. Sie unterliegen einem strengen Schutzsystem, dass unter anderem das Fangen, Töten und den Handel mit diesen Arten verbietet.

Bedrohungen

Die Jagd auf Pottwale war besonders im 19. Jahrhundert bedeutend. Pottwale wurden vor allem wegen ihres Fetts, des Blubbers gejagt, das zu Lampenöl verarbeitet wurde. Ein anderes begehrtes Produkt war Amber, ein Rückstand im Darm des Pottwals, der einst in der Parfumindustrie verwendet wurde und bis heute in geringen Mengen als Rohstoff für homöopathische Mittel dient. In der heutigen Zeit sind Pottwale vor allem durch den Beifang in Fischernetzen bedroht, in denen sie sich verfangen und verenden. Unterwassergeräusche durch seismische Untersuchungen zur Gewinnung von Bodenschätzen oder Militärübungen mit tieffrequentem Sonar stören die Orientierung der Pottwale. Der zunehmende Schiffsverkehr auf den Weltmeeren führt zu Kollisionen mit Schiffen und stellt eine weitere Bedrohung für die Meeresriesen dar.

Weitere Informationen sind beim WWF zu finden